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Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA)

Aktuelle Arbeiten

Ende 2018/Anfang 2019 nahmen die Spezialistinnen und Spezialisten der Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA) ihre Arbeit im baulich weitgehend fertiggestellten Sanierungstunnel auf. In der Zwischenzeit sind die anspruchsvollen und komplexen Arbeiten abgeschlossen. Aus dem «Tunnelrohling» ist eine sichere, den modernsten Anforderungen an die Verkehrssicherheit gerecht werdende Verkehrsverbindung geworden.

Mehr als 21 km Kabeltrassee sowie rund 220 km Netz- und Datenkabel wurden verlegt. Rund 1100 LED-Leuchten wurden entlang der Bankette, der Wände und der Fahrraumdecke installiert. 185 Signale, also Ampeln, Fahrstreifenlichtsignale und Wegweiser wurden montiert. Und rund 50 000 Datenpunkte sind verknüpft worden. All diese Infrastrukturen wurden noch mehrfach getestet, bevor sie das «Bereit für den Betrieb» zugesprochen erhalten haben. Dasselbe gilt übrigens auch für die vier Betriebszentralen.


Portalzentrale Nord
Betriebszentralen – das Nervenzentrum des Sanierungstunnels Belchen 
Der Sanierungstunnel verfügt über zwei Portalzentralen und zwei Tunnelzentralen. Die Hauptzentrale befindet sich in der Portalzentrale Nord. Die Unterzentralen sind in den befahrbaren Querverbindungen 3a und 5b sowie in der Portalzentrale Süd eingerichtet. Alle vier Zentralen sind via Werkleitungskanal (WELK) unter der Fahrbahn miteinander verbunden. Im WELK sind alle Kabelverbindungen verlegt, die von Steuerungen und Schaltsystemen in den Zentralen abgehen und via Steigrohre in den betroffenen Aggregaten im Tunnel münden. Weiter ist hier auch die Löschwasserleitung verlegt. Im Abstand von 150 Metern werden damit die Hydranten gespiesen.

 
Portalzentrale Süd
 
Ab den Zentralen werden alle Steuerungen und Kommunikationseinrichtungen im Sanierungstunnel Belchen mit elektrischer Energie versorgt. In die Zentralen beim Nord- und Südportal sind zudem die Lüftungszentralen untergebracht, von wo aus die Abluft- und Strahlluftventilatoren gesteuert und bedient werden. Bei den Lüftungszentralen sind auch die markanten Abluftkamine sichtbar, aus welchen in einem Ereignisfall (Brand) der im Tunnelfahrraum abgesaugte Rauch ausgeblasen wird.
 
Portalzentrale Nord, Lüftungsventilatoren

In der Hauptzentrale befindet sich der Kommandoraum. Dort sind pro Anlage, das heisst, für die Energieversorgung, die Beleuchtung, die Lüftung, die Signalisation, die Brandmeldeanlage, die Verkehrsfernsehanlage sowie für die Anlagen zur Überwachung von Hilfsanlagen wie Türen, Pumpen, Klimaanlagen etc., die entsprechenden Anlagesteuerungen untergebracht. Die Hauptzentrale ist zudem Schnittstelle zum Abschnittsrechner des übergeordneten Leitsystems (Betriebsleitsystem), ab welchem alle Tunnelanlagen gesteuert und überwacht werden können. Das Betriebsleitsystem befindet sich in Sissach.

 
Portalzentrale Nord, Kommandoraum

Alle installierten Steuerungen funktionieren voll automatisiert. Im Normalbetrieb ist keine persönliche Bedienung und Betreuung vor Ort nötig. Lediglich während der Ausrüstungs- und Inbetriebnahmephase, den Unterhaltszeitfenstern oder aber bei Störungen hält sich Personal in den Zentralen auf.
Alle Steuerungen reagieren automatisch auf festgestellte Ereignisse und leiten die notwendigen Befehle und Anweisungen (Tunnelreflexe) via Glasfaserverbindung zu den einzelnen Teilanlagen. Von dort aus werden die ihnen zugeordneten Geräte angesteuert. Die Tests dieser Funktionen und Tunnelreflexe fanden und finden noch über mehrere Monate statt. Neben den isolierten Tests in der neuen Tunnelröhre werden weitere Tests im Zusammenspiel mit den beiden, unter Betrieb stehenden Tunnelröhren durchgeführt. Ein sicherer Betrieb der Tunnelröhren am Belchen setzt die Kommunikationsfähigkeit unter den drei Röhren voraus.

 
Blick in die Portalzentrale Nord

In den vier Zentralen befinden sich mehr als 200 funktionstüchtige Schalt- und Steuerschränke, Mittelspannungsschaltanlagen, Gleich-/ Wechselrichter und Batterien, Frequenzumformer sowie weitere Gerätschaften. Sie alle sorgen für den sicheren Betrieb des Tunnels.

Aus Sicherheitsgründen sind die Zentralen in einzelne Brandabschnitte unterteilt und gegenseitig abgeschottet. Ein ausgeklügeltes Schliesssystem verhindert den Zugang für nicht autorisierte Personen.

Die Aufrechterhaltung der geforderten Temperaturen im Gebäude (je nach Technikraum und Aussentemperatur zwischen +12°C und – 40°C) erfolgt über eine Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlage. Sie verhindert dank eines exakt definierten Überdrucks das Eindringen von Staub in die Zentralen und regelt die Raumtemperaturen in Abhängigkeit zu den Aussentemperaturen und der internen Abwärmelasten der Schaltschränke.

 
Blick in die Portalzentrale Süd

In allen Technikräumen der Zentralen sind Doppelböden verbaut, unter welchen die Kabeltrassees und die Kabelanlagen verlaufen. Für die vertikalen Verbindungen bis zum Werkleitungskanal unter der Fahrbahn sind verschiedene Steigzonen vorhanden. Die Technikräume sind karg ausgerüstet. Sie verfügen über weiss gestrichene Betonwände und Decken, LED-Beleuchtung und Steckdosen für die notwendigen Arbeiten. Es gibt lediglich einige wenige Arbeitsplätze im Kommandoraum und einen kleinen Archivraum für die technischen Dokumentationen der Tunnelanlagen.



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